zum Inhalt

Wissenschaftlicher Fachverlag

Telefon: (0345) 5225045 und (0345) 5226726

« zurück

Revision der paläarktischen Trauermücken (Diptera: Sciaridae)

Studia dipterologica Supplement Band 6

Revision der paläarktischen Trauermückenx

Download:
pdf-Icon des Dokumentes Leseprobe_Revision der paläarktischen Trauermücken (*.pdf-Datei)

Autoren Frank Menzel & Werner Mohrig
Band 6
Auflage 1.
ISBN-13 978-3-932795-07-7
Erscheinungsdatum 27.12.2000
Seitenanzahl 761
Produktform Paperback
Maße & Gewicht 24cm x 17cm, 1550g
Sprache Deutsch, mit englischer Zusammenfassung
Gebundener Ladenpreis (zzgl. Versand) 90,00 EUR (D), 92,60 EUR (AT)
Lieferbarkeitsstatus lieferbar

 

Zusammenfassung

In der vorgelegten Arbeit werden die Trauermücken (Insecta, Diptera, Nematocera: Sciaridae) der paläarktischen Region revidiert. Die einleitenden Kapitel befassen sich mit einem entomohistorischen Überblick, in dem wichtige Persönlichkeiten aus der Sciaridenforschung vorgestellt und ihr taxonomisches Gesamtwerk gewürdigt wird. Andere Kapitel enthalten grundlegende Informationen zum Vorkommen und zur Ver¬breitung sowie zur Biologie und Individu¬alentwicklung. Bei der Vorstellung der Dipterenfamilie nehmen auch erfolgreich praktizierte Zuchtmethoden, die Rolle von Sciariden in der Natur, ihre wirtschaftliche Be¬deutung als Schädlinge in Gewächshauskulturen und die biologische Bekämpfung schädlicher Arten einen breiten Raum ein.
Dabei wird auch dem eigenwilligen Wanderverhalten von Trauermückenlarven - dem Phänomen des „Heerwurms“ - ein gesonderter Abschnitt gewidmet. Komplettiert werden die einleitenden Teile mit einer ausführlichen Familiencharakteristik und einer Besprechung der Stellung der Trauermücken im System der Diptera.
Mit den vorgelegten Revisionsergebnissen zur Sciaridenfauna der paläarktischen Re¬gion ergaben sich nicht nur große taxonomisch-nomenklatorische Veränderungen, sondern auch hohe Inventarzuwächse. So waren auf dem Artniveau 375 Lectotypendesignationen, 143 Neukombinationen und 3 Statusänderungen erforderlich. Außerdem wurden 4 präokkupierte Namen ersetzt und 199 neue Synonyma aufgedeckt. Für die rezente paläarktische Fauna ergibt sich zur Zeit ein beschriebenes Gesamtinventar von 836 validen Arten, 412 Synonyma, 24 species incertae sedis und 41 nomina dubia. Auf der Ebene der supraspezifischen Taxa waren für die paläarktische Region 91 Namen feststellbar, von denen nach gegenwärtigem Kenntnisstand 33 Synonyma sind. Für die paläarktischen Sciaridentaxa der Gattungsgruppe konnte ein hypothetischer Stammbaum entwickelt werden. Die Schwachpunkte des erarbeiteten Systems [Konvergenz, Nicht-Monophyla] oder alternative Verwandtschaftshypothesen, werden an entsprechender Stelle mehrfach diskutiert. Damit wird in der vorgelegten Revision ein System für die paläarktischen Sciariden vertreten, das sich aus 28 Gattungen und 30 Untergattungen zusammensetzt. Um die Bestimmbarkeit der Arten zu erleichtern, wurden 61 Artengruppen gebildet und jedem Genus eine Liste der eingeschlossenen Spezies beigefügt.
Die vorgelegte Arbeit trägt den Charakter eines Handbuches, in dem alles Wissenswerte über die Trauermücken der Paläarktis zusammengetragen wurde. Die vorgestellte Literaturliste erhebt zumindest für den deskriptiven Bereich der rezenten Paläarktisfauna den Anspruch auf Vollzähligkeit. Mit 612 Abbildungen, 4 Diagrammen und 3 Tabellen werden die erreichten Revisionsergebnisse veranschaulicht. Als Nachschlagewerk enthält es die neuesten Forschungsergebnisse zur Taxonomie und Systematik, ein umfangreiches Quellenverzeichnis und einen Index der Sciaridennamen. Zudem vermittelt die aktualisierte Checkliste, die sich an einer überarbeiteten Nomenklatur und an einem stabileren System orientiert, den gegenwärtigen „Ist-Zustand“ zum Arteninventar der paläarktischen Region. Mit den 18 Determinationstabellen wird dem Benutzer eine stark verbesserte Bestimmungshilfe in die Hand gegeben, welche erstmals alle revidierten Spezies der paläarktischen Region einschließt. Dadurch können die zu verifizierenden Arten den eingeschlossenen Gattungen, Untergattungen und Artengruppen zugeordnet werden. Außerdem eröffnet sich auch dem Nichtspezialisten die Möglichkeit, bei Bestimmungsarbeiten den Kreis der in Frage kommenden Arten wesentlich einzuengen.